Sonntag, 13. April 2008

Der älteste Fall einer Kiefergelenkan­omalie

Der älteste Fall einer Kiefergelenkan­omalie bei einem Jetztmenschen des Typs Homo sapiens sapiens wurde am Kiefergelenk eines vor etwa 32 000 Jah­ren lebenden, 40 bis 50 Jahre alten Mannes aus der Vogelherdhöhle bei Stetten in Baden‑Württemberg nachge­wiesen. Er muß Schmerzen beim Kauen gehabt haben. * Das geologische Alter dieses Fundes ist umstritten!

Die ältesten Hyperostosen im Schädel

Die ältesten Hyperostosen im Schädel (Anlagerungen neuer Knochensubstanzen) wurden an der Innenfläche des Schädeldaches des berühmten Neandertalers aus dem Neandertal bei Düsseldorf-Mettmann in Nordrhein-Westfalen festgestellt. Dieser Mensch ist vor etwa 70 000 Jahren gestorben. Solche Hyperostosen kommen häufig bei alten Leuten vor und beruhen auf pathologischen Prozessen wie Zuckerkrankheit oder Nierenerkrankungen.

Die älteste nachgewiesene Knochen­markeiterung

Die älteste nachgewiesene Knochen­markeiterung wurde bei einem mutmaß­lichen frühen Neandertaler aus Ehringsdorf bei Weimar in Thüringen festge­stellt, der vor etwa 220 000 Jahren lebte. Zugleich litt er an einer eitrigen Zahnbetterkrankung.

Die älteste Fettgewebsgeschwulst

Die älteste Fettgewebsgeschwulst (Lipom) wurde auf den Schädelknochen eines Frühmenschen (Homo erectus bilzingslebenensis) aus Bilzingsleben in Thüringen erkannt. Sie saß am rechten Augenhöhlendach. Der daran erkrankte Frühmensch hat vor etwa 300 000 Jahren gelebt.

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Der früheste Fall von Wachstumsstörungen

Der früheste Fall von Wachstumsstörungen läßt sich an einem späten Frühmenschen der Art Homo erectus aus Salé in Marokko ablesen. Sein unregelmäßig geformtes Hinterhaupt spiegelt Wachstumsstörungen wider. Die Angaben über das geologische Alter dieses Fundes schwanken zwischen 400 000 und 200 000 Jahren.

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Die älteste nachweisbare Zahnbetter­krankung

Die älteste nachweisbare Zahnbetter­krankung (Paradontitis) und schmerzhafte Arthritis der Kiefergelenke wurde bei dem Frühmenschen Homo erectus heidelbergensis aus Mauer bei Heidelberg in Baden-Württemberg festgestellt, der vor etwa 630 000 Jahren lebte. Die Arthritis dürfte durch eine Infektion oder durch übermäßiges Abkauen der Mahl- oder Schneidezähne entstanden sein. Auf sie wurde man durch die Abflachung der Gelenkfortsätze aufmerksam.

Die früheste Schädeldachverdickung

Die früheste Schädeldachverdickung hat man an einem Frühmenschen der Art Homo erectus aus Java erkannt, der vor etwa 700 000 Jahren lebte. Sie entstand durch eine Bluterkrankung ähnlich der Sichelzellenanämie.

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Der älteste Fall einer Muskelentzündung

Der älteste Fall einer Muskelentzündung wurde an dem 1892 bei Trinil auf Java (Indonesien) entdeckten Oberschenkel­knochen eines Frühmenschen der Art Homo erectus erkannt. Dieser Mensch litt vor etwa 700 000 Jahren an einer akuten Muskelentzündung, die unterhalb des Gelenkkopfes oberflächliche Knochenwucherungen (Verknöcherung der Muskeln) bewirkte.

Die früheste Hüftgelenksausrenkung

Die früheste Hüftgelenksausrenkung (Luxatio coxae) ist von einem Vormenschen der Art Australopithecus robustus aus Swartkrans in Südafrika bekannt. Dieser Vormensch hat vor etwa 1 Million Jahren gelebt.

Der älteste Fall einer Hypervitaminose

Der älteste Fall einer Hypervitaminose, hervorgerufen durch übermäßigen Verzehr von rohem Fleisch, ist aus der Zeit vor etwa 1,5 Millionen Jahren bekannt. An den Langknochen eines Frühmenschen der Art Homo erectus von Koobi Fora in Kenia fielen Veränderungen auf, die auf Hypervitaminose zurückzuführen sind.

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Der früheste gutartige Tumor

Der früheste gutartige Tumor ließ sich am Unterkiefer eines Australopithecus-Vormenschen oder Homo erectus-Frühmenschen aus Kanam in Kenia nachweisen, der vor etwa 1,5 Millionen Jahren lebte.

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Der älteste Fall von Akromegalie

Der älteste Fall von Akromegalie wurde am Oberkiefer einer vor mehr als 2,5 Millionen Jahren lebenden Frau der Vormenschenart Australopithecus africanus aus Sterkfontein in Südafrika festgestellt. Als Akromegalie bezeichnet man das übermäßige Wachstum der Knochenspitzen im Sinne tumoröser Wachstumstendenzen besonders im Ober- und Unterkiefer. Die Frau von Sterkfontein wird in der Fachliteratur als "Miss Ples" bezeichnet.

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Einer der größten Männer der Germanen

Zu den größten Männern der Germanen gehörte ein Krieger, dessen fast 1,80 Meter langes Skelett bei Esbeck/Elm in Niedersachsen entdeckt wurde. Er hat­te im 4. oder 5. Jahrhundert v. Chr. gelebt.

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Der größte keltische Mann

Der größte keltische Mann wurde in einem Gräberfeld zwischen Wolfersheim und Rubenheim im Saarland entdeckt. Dieser Mensch aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. war sage und schreibe 1,95 Meter groß. Er lebte im älteren Abschnitt der Vorrömischen Eisenzeit, die als Hallstatt-Zeit (vor etwa 800 bis 450 v. Chr.) bezeichnet wird.

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Einer der größten Menschen aus der Bronzezeit

Einer der größten Menschen aus der Bronzezeit wurde in einem Grabhügel von Kampen auf der Nordseeinsel Sylt entdeckt. Er hatte das Gardemaß von 1,82 Meter und lebte irgendwann nach 1400 v. Chr. im sogenannten Nordi­schen Kreis der Bronzezeit.

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Die größten Männer der Glockenbe­cher-Kultur

Die größten Männer der Glockenbe­cher-Kultur (vor etwa 2500 bis 2200 v. Chr.) wurden fast 1,80 Meter groß. Ein Mann aus Münchingen bei Ludwigsburg in Baden-Württemberg erreichte beispielsweise eine Körperhöhe von 1,77 Meter, ein Mann aus Stuttgart-Zuffen­hausen maß 1,76 Meter.

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Die größten Männer der Trichterbecher­-Kultur

Die größten Männer der Trichterbecher­-Kultur (vor etwa 4300 bis 3000 v. Chr.) wurden bis zu 1, 73 Meter groß. Das zeig­ten die Untersuchungen der Skelettreste in einem Steinkammergrab von Sorsum bei Hildesheim in Niedersachsen. Die Frauen brachten es dagegen nur auf maximal 1,65 Meter. Die Trichterbe­cher-Leute gelten als die Erbauer von riesigen Großsteingräbern (Megalithgrä­ber).

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Die kleinste Frau der Hinkelstein-Gruppe

Die kleinste Frau der Hinkelstein-Gruppe wurde in Ditzingen bei Leonberg in Ba­den-Württemberg gefunden. Sie war nur 1,40 Meter groß.

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Die größten Angehörigen der jungstein­zeitlichen Hinkelstein-Gruppe

Die größten Angehörigen der jungstein­zeitlichen Hinkelstein-Gruppe (vor etwa 4900 bis 4800 v. Chr.) waren bis zu 1,75 Meter groß. Ein solches Maß hatte ein Mann aus Offenau bei Heilbronn in Baden-Württemberg.

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Die größten frühen Ackerbauern und Viehzüchter der jungsteinzeitlichen Linienbandkerami­schen Kultur

Die größten frühen Ackerbauern und Viehzüchter der jungsteinzeitlichen Linienbandkerami­schen Kultur (vor etwa 5500 bis 4900 v. Chr.) erreichten eine Körpergröße bis fast 1,80 Meter. Ein Mann aus Kleinhadersdorf in Niederösterreich war bei­spielsweise 1,77 Meter groß.

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Die größten Jäger, Fischer und Sammler aus der Mittelsteinzeit

Die größten Jäger, Fischer und Sammler aus der Mittelsteinzeit (vor etwa 8 000 bis 5 000 v. Chr.) wurden selten mehr als 1,70 Meter groß. Dieses Maß erreichte beispielsweise ein etwa 30 bis 40 Jahre alter Mann, dessen Skelettreste 1933 in der Falkensteinhöhle bei Thiergarten unweit von Sigmaringen (Baden-Württemberg) entdeckt wurden.

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Der kleinste Fund eines Jetztmenschen aus dem Eiszeitalter

Der kleinste Fund eines Jetztmenschen aus dem Eiszeitalter stammt aus Südita­lien. Es war ein 17 Jahre alter junger Mann, der vor etwa 11 000 Jahren lebte und eine Körpergröße von knapp über 1 Meter hatte. Dieser Fund gilt als einer der ältesten Nachweise von Zwergwuchs.

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Der größte Jetztmensch aus dem Eiszeit­alter

Der größte Jetztmensch aus dem Eiszeit­alter wurde in Pavlov in der Tschecho­slowakei entdeckt. Es war ein etwa 1,85 Meter großer Mann, der vor mehr als 20 000 Jahren lebte. Er wird in die Kul­turstufe des Pavlovien datiert.

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Die größten Neandertaler

Die größten Neandertaler aus der Zeit zwischen etwa 300 000 und 35 000 Jah­ren erreichten eine Körperhöhe bis zu 1,60 Meter. Sie hatten eine untersetzte und kräftige Statur.

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Der größte Frühmensch der Art Homo erectus

Der größte Frühmensch der Art Homo erectus wurde nahe des Turkanasees in Kenia (Afrika) entdeckt. Dabei handelt es sich um das Skelett eines etwa 12 Jahre alten Jungen, der erstaunlicher­weise 1,68 Meter groß war. Vielleicht hätte er als Erwachsener eine Körperhö­he von 1,80 Meter erreicht. Bis zu die­sem Fund nahm man an, daß die Früh­menschen der Art Homo erectus maxi­mal 1,60 Meter groß wurden. Der Junge hat vor mehr als 1,5 Millionen Jahren gelebt und gilt als einer der am besten erhaltenen Funde von Homo erectus.

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Die größten Vormenschen der Gattung Australopithecus

Die größten Vormenschen der Gattung Australopithecus wurden bis zu 1,40 Meter groß. Dieses Maß erreichten je­doch nur die Männer. Die Frauen waren mit maximal 1,20 Meter deutlich klei­ner. Der Größenunterschied zwischen den Geschlechtern wird als Sexualdi­morphismus bezeichnet.

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Das Weblog "Anthopologie-Welt"




















Wiesbaden (anthropologie-welt) - Das Weblog "Anthropologie-Welt" informiert mit Texten, Bildern und Videos über die Welt der Anthropologie. Es ist unter der Adresse http://anthropologie-welt.blogspot.com im Internet zu finden. Die Beiträge befassen sich mit neuen Entdeckungen, Erkenntnissen, Museen, Ausstellungen, Vorträgen, Personalien, Büchern, Zeitschriften, Videos, CD-ROMS, DVDs und Webseiten.

Beschreibung Anthropologie aus:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anthropologie

Anthropologie (von griechisch: ἄνθρωπος ánthropos „Mensch“ und λόγος lógos „Lehre“), ist frei übersetzt „die Wissenschaft vom Menschen“. Der Begriff geht auf den Leipziger Philosophen, Arzt und Theologen Magnus Hundt zurück. Zusammenfassend wird unter diesem Oberbegriff die wissenschaftliche Erklärung dessen verstanden, was der Mensch ist. Charakteristisch für die Anthropologie ist ihre (auf I. Kant zurückgehende) Spaltung in einen materialistisch-physischen Zweig und einen idealistisch-pragmatischen Zweig: die Naturwissenschaften beschreiben den Menschen aus der Evolutionstheorie heraus als ein zwar hoch entwickeltes, sich aber höchstens quantitativ vom Tier unterscheidendes Wesen, während die Geisteswissenschaften in der Freiheit der Entscheidung und der Selbstbestimmung, d. h. in der Personalität, das spezifisch menschliche Wesen entdecken, welches sich qualitativ vom Tier unterscheidet. In Deutschland wird unter dem Universitätsfach „Anthropologie“ im Unterschied zu den angelsächsischen Ländern ausschließlich die biologische oder physische Anthropologie verstanden.

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